Liebe Gäste.

Ab Freitag den 15. Mai dürfen wir euch wieder in unseren Räumen, sowie in unserem Biergarten persönlich begrüßen.

Selbstverständlich unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln.

Bedingt durch die Regulierungen

(5 m2 je Gast) verbleiben allerdings nur 28 Plätze im Innen- sowie 24 Plätze im Außenbereich.

Wenn ihr also sicher gehen wollt ein freies „Plätzchen“ zu bekommen, reserviert frühzeitig euren Tisch.

An jedem Tisch dürfen bis zu 6 Erwachsene aus einer oder zwei Wohngemeinschaften verweilen.

Unsere Digitale Speisekarte erlaubt es euch alle Speisen- und Getränke direkt auf eurem mitgebrachten Smartphone nachzuschlagen.

Solltet Ihr diese Möglichkeit nicht haben, steht in jedem Raum (und im Garten) eine Tafel mit den aktuellen Gerichten zum nachlesen für euch bereit.

Wir bitten um Verständnis, dass sich jeder Gast in einen Aufenthaltsnachweiß eintragen muss, welches wir drei Wochen aufbewahren müssen. Dieses wird nicht digital verarbeitet und auch nur für das Gesundheitsamt im Falle einer „Nachverfolgung“ zur Verfügung gestellt.

 

Wer diesen Nachweis nicht ausfüllen möchte, den können und dürfen wir leider nicht bewirten.

Bitte seid so nett und unterstützt uns und somit die gesamte Gastronomie, indem ihr, genauso wie wir, Alles dafür tut, was nötig ist, um diese schwere Zeit zu meistern.

 

Gebt der Gastronomie eine Chance!

Wir erwirtschaften mehr Umsatz (90 Milliarden) als beispielsweise die gesamte Luftfahrtbranche (14 Milliarden) welche aber derzeit Milliardenhilfen vom Staat erhält und die Gastronomie, ich muss es leider so sagen, „nur einen Kleckerbetrag“.

In 220.000 Betrieben arbeiten rund 2,4 Millionen Menschen.

Dabei habe ich die Zulieferer, Dienstleister und alles was die Gastronomie unterstützt, vom Blumenhändler bis zur Wäscherei nicht einmal mitgerechnet.

Und hier hängen Existenzen dran. Nicht das Wohlwollen von Aktionären, die mit Staatsgeldern Ihre „Boni“ erhalten wollen.

Die Gastronomie hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert.

Als ich aufwuchs, kamen hier im Vogelsberg am späten Nachmittag die „Arbeiterbusse“ vom Bau im Rhein-Main-Gebiet“.

Der erste Weg führte nicht nach Hause. Der erste Weg ging in die Kneipe. Um sich auszutauschen. Über den Tag, über die Welt.

Klar ist dabei der Eine oder Andere „versackt“. Und irgendwann rief die aufgebrachte Partnerin an, um ihrem, „Gatten“ nach Hause zu zitieren, weil das Abendessen kalt wurde.

Die Menschen trafen sich, weil es noch kein Internet gab. Man wollte wissen, erzählen, austauschen, fluchen, lügen und auch mal bis nachts um drei Uhr weinen.

Damals noch beim Bier und der Kippe rund um die Theke.

Der Wirt war und ist bis heute nicht nur derjenige, der seine Gäste mit Essen und trinken versorgt,  sondern auch der Zuhörer, Seelen-Klemptner und die „Allwissende Müllhalde“ (wer das noch kennt ?)

Vieles hat sich gewandelt. Die meisten Musikboxen sind verschwunden. Raucherkneipen gibt es nur noch selten. Selbst der Platz an der Theke muss derzeit wegen Corona weichen.

Aber wenn ich euch um eines bitten darf:

Lasst die Gastronomie nicht sterben!

Das nette Gespräch am Tisch, in Zukunft bestimmt auch wieder an der Theke, der lustige Abend und ja, auch das große Besäufnis, weil der letzte Schluck im Glas zu viel war.

All das gehört zur Wirtshaus-Kultur. Und wenn Ihr von Flensburg bis Garmisch in Zukunft nicht nur Burger und Döner in gleichbleibender Qualität und vor allem Einheits-Geschmack bekommen wollt. Unterstützt die kleinen Dorfgasthäuser, die familiengeführten Restaurants und jeden noch so kleinen Kneipenwirt.

 

Wir sehen uns und ich freue mich sehr darauf!

 

Euer Wirt.

 

Michael Volk